Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist es oftmals schwierig, niederschwellige therapeutische Hilfen in Anspruch zu nehmen. Es fehlen Mitarbeiter*innen, freie Kapazitäten, Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung, Beratungskompetenzen für diese Zielgruppe, barrierefreie Räume und Finanzierungsmöglichkeiten. Daher setzt sich das KSL Düsseldorf für eine leicht zugängliche Implementierung der inklusiven psychologischen/psychosozialen Beratung für Menschen mit Behinderung im Regierungsbezirk ein.

Beim Netzwerktreffen tauschten sich Mitarbeiter*innen des KSL Düsseldorf, der Ehe-, Familien- und Lebensberatung Wesel, der KoKoBe der Kreise Wesel und Moers, des Caritasverbandes Essen, der Lebenshilfe Dinslaken und der Kinder- und Jugendpsychiatrie Wesel über ihre Erfahrungen aus und erläuterten Bedarfe. Die Teilnehmer*innen waren sich einig, dass nicht nur ein gezielteres Angebot, sondern auch ein größeres Bewusstsein für die Bedürfnisse behinderter Menschen in der Gesellschaft geschaffen werden muss. Dazu bedarf es beispielsweise kreativer Ideen, die Erlangung von Beratungskompetenzen durch eine gezieltere Ausbildung und die Klärung von Finanzierungsmöglichkeiten. Das Netzwerk möchte mehr Transparenz bei den Zugangswegen des Hilfesystems schaffen und bereits vorhandene Beratungsstellen bekannter machen. Daher soll eine Landkarte mit unterschiedlichen Beratungsangeboten regional begrenzt für den Kreis Wesel und den linken Niederrhein erstellt werden.

Das nächste Netzwerktreffen ist für Februar kommenden Jahres geplant. Interessenten können sich gerne bei Ellen Dieball melden: dieball@ksl-duesseldorf.de

 

Netzwerktreffen Wesel
Netzwerktreffen Wesel