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„Künstliche Intelligenz – mehr Möglichkeiten zur Teilhabe?“

29.09.2026
Gero Büskens (links) und Katja Fellenberg (rechts) auf der Bühne des Rehacare-Treffpunktes

„Künstliche Intelligenz – mehr Möglichkeiten zur Teilhabe?“ hieß es am 25. September im Treffpunkt Rehacare auf dem Düsseldorfer Messegelände. 

Gero Büskens und Katja Fellenberg vom KSL.Düsseldorf tauschten sich zu den Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz aus und diskutierten mit dem Publikum. Zunächst führten sie in das Thema ein und betonten, dass KI ein vielfältiges Werkzeug sei. Es erleichtere Arbeitsprozesse und biete neue Möglichkeiten. KI verändere, wie wir arbeiten, lernen, kommunizieren und entscheiden. Doch KI sei weit mehr als Technik: „KI ist einer der größten gesellschaftlichen Transformationsprozesse und verändert unser Leben“, betonte Gero Büskens. „KI zieht überall ein und es ist schwierig, ein Leben ohne KI zu führen. Beispielsweise bietet Google direkt Zusammenfassungen von Inhalten an“, führte der Referent weiter aus. 

KI-Anwendungen eröffnen auch Menschen mit Behinderungen viele Vorteile, beispielsweise Bild- und Videobeschreibungen, wie eine blinde Zuschauerin erläuterte. Eine hörbehinderte Zuschauerin hob die automatische Transkription bei Videokonferenzen als hilfreich hervor. KI biete für Menschen mit Sprachbarrieren eine Möglichkeit zu kommunizieren: mit anderen Menschen, mit Kostenträgern oder mit Arbeitgebern, sagte eine Mitarbeiterin einer Teilhabeberatungsstelle. 

„Informationen mittels KI passen sich stärker an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung an. KI bietet eine zusätzliche Lösung, um beispielsweise eine Information aufzunehmen. Man kann selbst entscheiden, wann man welche Informationen haben möchte, und ist nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Eine digitale Assistenz ist immer verfügbar und fördert Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Teilhabe“, hob Katja Fellenberg hervor. 

Doch KI-Anwendungen führen nicht automatisch zu Selbstbestimmung und Teilhabe, betonte Gero Büskens. Nicht jede Anwendung sei für Menschen mit Behinderung nutzbar, da sie nicht immer barrierefrei sei. Auch eine falsche Information könne eine Barriere sein. KI könne auch zu neuen Barrieren führen. Eine Zuschauerin betonte, dass Assistenzleistungen gekürzt werden könnten, da die KI Aufgaben übernehmen könnte. 

KI-Kompetenz werde Teil einer Inklusionskompetenz. Technik unterstütze zwar, schaffe allein aber keine Inklusion, waren sich die Referent*innen zum Schluss einer gelungenen Präsentation einig. 

Weitere Infos zum Thema KI und Inklusion: https://ksl-duesseldorf.de/de/themen/189/kuenstliche-intelligenz-ki-und-inklusion