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Vernetzungstreffen mit Beratungsstellen

14.10.2026
Teilnehmer*innen des Vernetzungstreffen per Videokonferenz

Sich austauschen, Kontakte knüpfen und neue Informationen erhalten – dies stand am 8. Oktober 2026 beim Vernetzungstreffen des KSL.Düsseldorf im Mittelpunkt. Rund 35 Mitarbeiter*innen von EUTBs, KoKoBes, SPZs sowie Verfahrenslots*innen folgten der Einladung. Das MAGS gab ein Update rund um die Tätigkeit der Clearingstelle „Impfschäden“ und das Krankheitsbild „Post-Vac bzw. ME/CFS“. Katja Fellenberg informierte zum Persönlichen Budget.

Robert Küll und Christian Fritsch, Mitarbeiter der Clearingstelle „Impfschäden“ des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes NRW, knüpften an ihre Ausführungen des letzten Vernetzungstreffens im Juni 2026 an und standen für Fragen zur Tätigkeit der Clearingstelle und zum Krankheitsbild „Post-Vac bzw. ME/CFS“ zur Verfügung.

Sie betonten, dass die Selbsthilfe zum Krankheitsbild sehr aktiv sei, dass viel Forschung stattfinden würde und dass es ein Bewusstsein für die Krankheit gebe. Allerdings sei es ein langwieriger Prozess, bis Informationen bei betroffenen Personen/ihrem Umfeld und bei Ärzten ankämen. Zudem gebe es in Nordrhein-Westfalen nur wenige Kliniken und Praxen, die sich mit der Diagnostik und Behandlung von ME/CFS sowie Long-COVID befassen, und es sei sehr schwierig, dort einen Termin zu bekommen. Auch der Weg zur Diagnose sei meist sehr langwierig, betonten die Referenten. Hilfreiche Informationen böten beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS e.V. und die ME/CFS Research Foundation. 

Die Ausführungen von Robert Küll und Christian Fritsch wurden von Nachfragen, Diskussionen und Erfahrungsberichten aus dem Beratungsumfeld der Teilnehmer*innen rege begleitet. Die KSL.NRW planen, Inhalte zum Thema und zur Tätigkeit der Clearingstelle zu bündeln und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. 

Weitere Infos zur Clearingstelle: https://www.mags.nrw/startseite/soziales/soziale-absicherung/clearingstelle-impfschaeden 

Persönliches Budget

Im zweiten Teil des Vernetzungstreffens referierte Katja Fellenberg, Projektmitarbeiterin des KSL.Düsseldorf, zum Thema „Mehr als nur Geld! Persönliches Budget für Kinder und junge Heranwachsende“. 

Sie erläuterte grundlegende Begrifflichkeiten und betonte, dass Menschen mit Behinderung das gleiche Recht hätten, aktiv am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen. Dies sei ein Menschenrecht.Das Persönliche Budget als neue Leistungsart für bereits existierende Leistungen stärke die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen im Sinne der UN-BRK. Zudem ermögliche es individuelle und passgenaue Hilfe und stärke die Eigenverantwortung des Menschen mit Behinderung. 

Die Referentin stellte Vor- und Nachteile des Persönlichen Budgets vor. Budgetnehmer gewönnen unter anderem an Lebensqualität, da sie selbstbestimmt entscheiden könnten, wann, wie viel und von wem sie Unterstützung erhielten. Allerdings könne es auch schwierig sein, das Budget zu verwalten, geeignetes Personal zu finden und Nachweise zu führen. Ein wirksames Werkzeug sei eine Budgetassistenz, betonte Katja Fellenberg. 

Im weiteren Verlauf ging die Referentin auf verschiedene Möglichkeiten ein, das Persönliche Budget anzuwenden. Sie erklärte das trägerübergreifende Persönliche Budget, das Persönliche Budget bei einem einzigen Träger, das Dienstleistermodell und das Arbeitgebermodell. Schließlich stellte sie Anwendungsbeispiele des Persönlichen Budgets im Bereich Kinder und Jugendliche vor. Hierzu zählen beispielsweise Frühförderung, Assistenz in Kita, Schule und Freizeit, therapeutische Leistungen und Intensivpflege.

Die Mitarbeiter*innen der Beratungsstellen brachten Fragen und praktische Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit mit ein. 

Weitere Infos zum Persönlichen Budget: https://ksl-duesseldorf.de/de/themen/47/personliches-budget