Workshop "Wie kann ich mich in die Kommunalpolitik einbringen?"
Workshop "Wie kann ich mich in die Kommunalpolitik einbringen?"

Auf dem Weg zu inklusiven Kommunen gibt es noch viel zu tun

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Selbsthilfe NRW hat das neue Projekt „Politische Partizipation Passgenau“ ins Leben gerufen und am 3. Dezember 2019 am internationalen Tag der Behinderung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen den Auftakt gefeiert. Den Tag mitgestaltet haben die Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW.

Nach einer Begrüßungs-Talkrunde mit Dr. Christof Stamm vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, Claudia Middendorf, Behindertenbeauftrage in NRW und Brigitte Piepenbreier, Vorsitzende der LAG Selbsthilfe, diskutierten verschiedene Akteure über ihre Erfahrungen und zukünftige Ziele politischer Partizipation. Mit dabei waren unter anderem Ellen Romberg-Hoffmann vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben Köln und Aldona Gonzales Thimm, Behindertenbeauftrage der Stadt Solingen. Die Teilnehmer*innen waren sich einig, dass es auf dem Weg zu inklusiven Kommunen gute Ansätze gibt, aber auch noch viel Handlungsbedarf besteht.  

Hier knüpft das KSL Düsseldorf an und setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung ihre Interessen in der Politik besser vertreten können. Während der Auftaktveranstaltung informierte Jörg Rodeike vom KSL Düsseldorf in einem Workshop darüber, wie sich Menschen mit Beeinträchtigungen in die Kommunalpolitik einbringen können.

Neben Vorträgen, Diskussionen und Workshops zu politischer Partizipation informierten die KSL NRW die Besucher über ihre vielfältigen Arbeitsfelder. „Wir haben das Glück, dass mindestens ein Mitarbeiter aus jedem KSL und aus dem KSL für Menschen mit Sinnesbehinderung heute für sie vor Ort sind“, sagt Britta Möwes, Referentin im Projekt ‚Politische Partizipation Passgenau‘. Die Mitarbeiter*innen des KSLs beantworteten nicht nur zahlreiche Fragen, sondern gaben den Besuchern zusätzlich Informationsmaterialien mit an die Hand.

Das KSL Düsseldorf wird sich auch zukünftig aktiv für die politische Partizipation von Menschen mit Beeinträchtigungen einsetzen. Dazu gehören unter anderem die Veranstaltung des Seminars „Der Weg zu einem politischen Mandat“ und Schulungen für Behindertenbeiräte, Verbände und Selbsthilfegruppen zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. Ebenso unterstützt das KSL Düsseldorf die Einrichtung von Behindertenbeiräten in Kommunen.  

Zudem wird das KSL Düsseldorf mit der LAG und dem Projekt „Politische Partizipation Passgenau“ kooperieren. „Die enge Zusammenarbeit mit den Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW läuft in Zukunft weiter“, freut sich Britta Möwes.

 

Behindertenbeauftragte im KSL Düsseldorf
Behindertenbeauftragte im KSL Düsseldorf

Treffen der Behindertenbeauftragten

Tobias Fischer, Rechtsassessor des KSL Düsseldorf, referierte über aktuelle Änderungen des SGB IX, SGB VII und des Bundesteilhabegesetzes (BTHG). Dabei ging er unter anderem auf das Angehörigen-Entlastungsgesetz ein und gab eine Übersicht über die Änderungen.

Iris Colsman, Leiterin des KSL Düsseldorf, erläuterte die Änderungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) für erwachsene Bewohner*innen von Heimen ab dem 1. Januar 2020. Sie informierte die Teilnehmer*innen unter anderem über Träger der Sozialhilfe, besondere Wohnformen und Qualitätsprüfungen. Darüber hinaus stellte sie Umstellungsregelungen des LVR, beispielsweise zur Finanzierungsstruktur des stationären Wohnens und zu existenzsichernden Leistungen vor.

Eine rege Diskussion begleitete das Treffen. Das KSL Düsseldorf wird auch in Zukunft den Austausch fördern und plant weitere Treffen.

 

Antoschka und die Rasantis
Antoschka und die Rasantis

Rasantis feiern Jubiläum mit Clownin Antoschka

Die Rasantis, eine inklusive Gruppe der Dr. Ulrich-Lange-Stiftung, hat sich zu ihrem zehnjährigen Bestehen einen Traum erfüllt: Gemeinsam mit Antoschka präsentierten sie ihr neues Stück "ALIDA Dulst – lassen Sie sich auf eine Kreuzfahrt der anderen Art entführen!" Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gestalteten ein abwechslungsreiches Theater- und Zauberprogramm und parodierten die Shows der großen Kreuzfahrtschiffe. Ob beim Zocken im Casino, beim gemeinsamen Musizieren oder bei Turbulenzen auf hoher See: die Akteure meisterten jede Situation mit viel Humor.

Antoschka, die mit bürgerlichem Namen Jekaterina Moschajewa heißt und heute am Niederrhein lebt, wurde beim Moskauer Staatszirkus zur Clownin und Regisseurin ausgebildet. Auf dem Kreuzfahrtschiff zeigte sie als blinder Passagier ihr großartiges künstlerisches und artistisches Talent.

Im Jubiläumsjahr lebte die Gruppe einmal mehr ihr Motto: „Ein Leben ohne Sinn für den Unsinn wäre kein Leben.“

Mit der siebten Darbietung verabschiedet sich das Festival – veranstaltet vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Düsseldorf – aus Krefeld und freut sich auf zahlreiche Gäste im kommenden Jahr in Mettmann.

 

Martin Fromme beim KulturTandem
Martin Fromme beim KulturTandem

Glückliches Händchen am Niederrhein

Die fünfte Veranstaltung des inklusiven Festivals war ein Trainingsprogramm für die Lachmuskeln: Martin Fromme, Deutschlands einziger professioneller körperbehinderter Komiker stellte Teile aus seinem neuen Programm „Glückliches Händchen“ vor. Der gebürtige Wanne-Eickeler nutzt das Thema Behinderung als Nische und pflegt sie mit Ideenreichtum: „Ich kämpfe für eine Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Ein Miteinander funktioniert nur durch gegenseitige Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung. Und ich zeige, dass es möglich ist…auf meine Art…Irgendwie…“

Der Krefelder Comedian Volker Diefes stellte Teile aus seinem neuen Kabarettprogramm SMART ohne PHONE vor. Diefes ist ein echter Smartphone-Junkie geworden. Aber jetzt drückt er die Reset-Taste und findet Zuflucht im Theater.

Die nächsten Termine:
Kuriosa T2 (Tanz und Körperwahrnehmung) am 22.11. ab 15 Uhr in der Kirche St. Josef, Krefeld
Antoschka und die Rasantis (Theater- und Zauberprogramm) am 24.11. um 16 Uhr im Oscar-Romero-Haus, Platanenstraße 7a, Krefeld.

Die Veranstaltungsorte sind barrierefrei. Gebärdensprachdolmetscher*innen unterstützen vor Ort.

Weitere Infos gibt es unter: www.ksl-duesseldorf.de/de/kulturtandem

 

Vernissage KulturTandem
Vernissage KulturTandem

Aus meinem Kopf

Monika Nelles hat mit Schüler*innen der Bodelschwingh-Schule und des Gymnasiums Fabritianum zusammengearbeitet und kreative Wände geschaffen. Die Schüler*innen wurden aufgefordert, spontan und assoziativ mit Sprache umzugehen: Was fällt dir ein zum Begriff „Eltern, Essen oder Freude?“ Nur ein Wort genügte als Antwort. Die Schüler*innen – mit und ohne Beeinträchtigung – haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und die Begriffe auf Adhäsionsfolie geschrieben.

Besucher*innen können die Ergebnisse an den Fenstern der Mediothek betrachten: Wer hat was geschrieben? Sind Gemeinsamkeiten auszumachen? Ein spannendes Rätsel.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. November 2019 im Foyer der Mediothek, Theaterplatz 2 in Krefeld zu sehen. Die Mediothek hat dienstags bis freitags von 11 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos und alle Termine zum KulturTandem gibt es unter: www.ksl-duesseldorf.de/de/kulturtandem

 

Prouzent Nils Rottgardt und Kulturscout Gerd Rieger (v.l.) führten in den Film ein.
Prouzent Nils Rottgardt und Kulturscout Gerd Rieger (v.l.) führten in den Film ein.

Inklusiv entwickelter Film beim KulturTandem

Rund 50 Zuschauer*innen erlebten am 7. November 2019 in der voll besetzten Samtweberei in Krefeld einen Abend voller zeitgenössischer mixed-abled Kultur. "Die Götter müssen Klempner sein" ist ein inklusiv entwickelter fiktionaler Film aus Krefeld. Er zeigt alltägliche Gedanken, Gefühle, Träume und Ängste. Der Film verschwimmt zwischen Realitäts- und Fantasieebene – der Welt der griechischen Götter – so dass man sich fragt: „Ist das jetzt Traum oder Wirklichkeit?“

Im Anschluss an den Film sorgte die Musikabteilung der internationalen Performing Arts Company Un-Label aus Köln mit feinstem Live Technojazz für beste Stimmung.

Am Donnerstag, den 14. November 2019 geht es weiter: Um 18 Uhr wird die Ausstellung von Monika Nelles in der Mediothek in Krefeld eröffnet.

Am Dienstag, den 19. November 2019 um 20 Uhr treffen in der Fabrik Heeder zwei Urgewalten des nordrhein-westfälischen Kabaretts aufeinander: Martin Fromme stellt Teile aus seinem neuen Programm „Glückliches Händchen“ vor. Smartphone-Junkie Volker Diefes drückt die Reset-Taste und findet Zuflucht im Theater.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Gebärdensprachdolmetscher*innen unterstützen vor Ort.

Alle Termine des KulturTandems gibt es unter https://ksl-duesseldorf.de/de/kulturtandem

 

Seminar Öffentlichkeitsarbeit Solingen
Seminar Öffentlichkeitsarbeit Solingen

KSL Düsseldorf schult Behindertenbeirat

Ziel des Seminares war es, den Behindertenbeirat aktiv bei ihrer eigenen Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Jörg Rodeike, Referent des KSL Düsseldorf, stellte zahlreiche Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit der kleinen, sehr interessierten Teilnehmergruppe im Rathaus der Stadt Solingen vor. Dabei ist zu unterscheiden zwischen nach außen und innen gerichteten Instrumenten, für Journalisten konzipierten Instrumenten und dialogorientierten Instrumenten der Öffentlichkeitsarbeit.

Im zweiten Teil des Seminares berichteten die Teilnehmer*innen über ihre bisherigen Aktivitäten. Hierzu zählen unter anderem Flyer, eine Festschrift zum 40-jährigen Jubiläum, das interne Vorschlagswesen, Weiterbildungsangebote und Betriebsbesichtigungen. Anschließend erörterte die Gruppe mögliche zukünftige Aktivitäten. Angedacht sind beispielsweise die Nutzung der neuen iPads zur Vernetzung und zum Einstieg in Social Media, die Einrichtung eines Schwarzen Brettes und die regelmäßige Erstellung eines Pressespiegels. Weitere Vorschläge waren unter anderem das Angebot von Sprechstunden vor Ausschusssitzungen, eine Informations-Hotline und Informationsstände in Kombination mit Gewinnspielen.

Die Teilnehmer*innen zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen und freuen sich auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem KSL Düsseldorf.

 

Testamentarische Absicherung behinderter Kinder
Testamentarische Absicherung behinderter Kinder

Behinderte Kinder testamentarisch absichern

Eltern und Angehörige behinderter Menschen müssen im Falle des eigenen Todes vieles beachten, beispielsweise was mit dem eigenen pflegebedürftigen Kind geschieht. Ziel einer verantwortungsvollen Nachlassregelung sollte es sein, behinderte Familienangehörige auch über den eigenen Tod hinaus abzusichern. Der langjährige Spezialist für Behindertenrecht mit dem Schwerpunkt Erbrecht, Norbert Bonk, gab zahlreichen Eltern Tipps, wie im Spannungsfeld von Erb- und Sozialrecht konkrete Hilfen zugunsten des betroffenen Behinderten gefunden werden können. Zudem erläuterte er Grundlagen des Erb-, Sozial- und Steuerrechts unter besonderer Berücksichtigung der Situation von Menschen mit Behinderung.

Der nächste Vortrag von Norbert Bonk zum gleichen Thema findet am Mittwoch, den 4. Dezember 2019 von 17 bis 19 Uhr in der WFB Langenfeld, Kronprinzenstraße 39, 40764 Langenfeld, statt. Um schriftliche oder telefonische Anmeldung wird bis zum 29. November 2019 gebeten. Teilen sie uns bitte ggf. auch Ihren behindertenspezifischen Mehrbedarf mit. Die Teilnahme ist kostenfrei.
E-Mail: info@ksl-duesseldorf.de, Telefon: 0211-69871320

 

Rock am Ring beim KulturTandem
Rock am Ring beim KulturTandem

KulturTandem erfolgreich gestartet

Zum Auftakt am 31. Oktober 2019 erlebten rund 60 Zuhörer*innen in der St. Josef Kapelle einen stimmungsvollen Abend mit Werken klassischer Musik u.a. von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Marcel Tournier. Matthias Schlubeck und Isabel Moreton verzauberten die Gäste nicht nur mit der Musik ihrer einzigartigen Instrumente, sondern führten auch in die Funktionsweise von Panflöte und Harfe ein.

Bei der zweiten Veranstaltung am 2. November 2019 wurde es rockig. Die Band der Lebenshilfe Krefeld „Rock am Ring“ stand gemeinsam mit den Jazzmusikern Clemens Gutjahr und Marcus Scheltinga auf der Bühne. Im voll besetzen Südbahnhof gaben sie ein tolles Konzert und zeigten, wie Inklusion funktioniert.

Weiter geht das KulturTandem am 7. November 2019 um 20 Uhr in der Samtweberei, Lewerentzstraße 104, mit zeitgenössischer mixed-abled Kultur: „Die Götter müssen Klempner sein", der inklusiv entwickelte fiktionale Film aus Krefeld begegnet feinstem Live Technojazz der Musikabteilung der internationalen Performing Arts Company Un-Label aus Köln.

Am 14. November 2019 wird die Ausstellung der Krefelder Künstlerin Monika Nelles um 18 Uhr in der Mediothek am Theaterplatz 2 eröffnet. Das Projekt – eine Kooperation mit der Bodelschwingh-Schule und dem Gymnasium Fabritianum Krefeld - ist eine Aufforderung zum spontanen, assoziativen Umgang mit Sprache und lädt zum Mitmachen ein.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen des KulturTandems ist frei. Gebärdensprachdolmetscher*innen unterstützen vor Ort.

Alle Termine gibt es unter www.ksl-duesseldorf.de/de/kulturtandem

 

KSL in Ludwigsburg
KSL in Ludwigsburg

10 Jahre UN-BRK

Am 24. Oktober 2019 waren die Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) NRW in Baden-Württemberg zu Gast. Im Rahmen der Veranstaltung "10 Jahre UN-BRK: Das Versprechen - Hat sich's Warten gelohnt?" an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg stellten Vertreterinnen und Vertreter aller KSL Struktur, Aufgaben, Zielfelder und Wirkung der Kompetenzzentren vor:

  •     Karoline Riegel (KSL MSI) - Lösungen Entwickeln
  •     Andreas Tintrup (KSL Arnsberg) - Menschen stärken
  •     Stephan Wieners (KSL Detmold) - Partizipation ermöglichen
  •     Jörg Rodeike (KSL Düsseldorf) - Strukturen vernetzen
  •     Christoph Tacken (KSL Köln) - Rechte sichern
  •     Anke Schwarze (KSL Münster) - Bewusstsein schaffen

Im Anschluss stellten sich die KSLer zusammen mit Theresia Degener zahlreichen Nachfragen und Diskussionsbeiträgen des Fachpublikums.

Weitere Höhepunkte der sehr gelungenen Veranstaltung waren ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Theresia Degener (EvH Bochum/RWL) zu 10 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention und die Vergabe der "Dankes-Skulptur" an die Enthinderungsbeauftragten der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg durch Dr. Faraj Remmo (Bielefeld).